März 1, 2026

Handgewebte Stola in Orangetönen – ein besonderes Geburtstagsgeschenk

Ein Geburtstagsgeschenk zu finden, das wirklich persönlich ist, ist nicht immer einfach. Eine handgewebte Stola ist in diesem Zusammenhang etwas Besonderes – kein Serienprodukt, sondern ein Stück, das in unserer Werkstatt Faden für Faden entsteht.

Die hier gewebte Stola zeigt ein kräftiges, warmes Orange mit feinen Nuancen. Durch die Kombination unterschiedlich gefärbter Garne entsteht eine lebendige, leicht melierte Oberfläche. Aus der Nähe wird sichtbar, wie sich die einzelnen Farbtöne im Gewebe mischen und dem Stoff Tiefe geben. Gleichzeitig wirkt die Stola ruhig und klar – ein Begleiter, der sich vielseitig tragen lässt.

Handarbeit braucht Zeit 

Vom Einrichten des Webstuhls über das eigentliche Weben bis zur abschließenden Ausarbeitung entsteht jeder Abschnitt in sorgfältiger Handarbeit. Jeder Faden wird bewusst verarbeitet, jede Reihe einzeln gewebt. Dieser Prozess lässt sich nicht beschleunigen, ohne an Qualität zu verlieren.

Für diese Stola wurde in der Kette ein feines Seidengarn verwendet, während der Schuss aus Merinowolle besteht. Diese Kombination verbindet Stabilität mit Weichheit: Die Seide gibt dem Gewebe Festigkeit und einen dezenten Glanz, die Merinowolle sorgt für einen weichen Griff und angenehme Wärme.

Im Anschluss an das Weben wurde die Stola ganz leicht angefilzt. Dieser Arbeitsschritt lässt die Wollfasern sanft miteinander verbinden, ohne die feine Struktur zu verlieren. Das Gewebe wird dadurch ruhiger, weicher und erhält seinen charakteristischen, geschlossenen Griff.

Das Ergebnis ist ein Gewebe mit eigenem Charakter: weich im Griff, stabil in der Struktur und langlebig in der Nutzung.

Natürlich ist eine handgewebte Stola nicht mit industriell gefertigter Ware vergleichbar – weder im Herstellungsprozess noch im Preis. Handarbeit erfordert Zeit, Erfahrung und hochwertige Materialien.

Dafür entsteht ein echtes Unikat. Keine zweite Stola ist exakt gleich. Farbe, Struktur und Wirkung ergeben sich aus dem Zusammenspiel von Material und Handwerk.

Gerade als Geburtstagsgeschenk hat ein solches Stück eine besondere Bedeutung. Es ist nicht nur ein schönes Accessoire, sondern ein Gegenstand, der über viele Jahre begleitet – und der zeigt, dass bewusst etwas Individuelles ausgewählt wurde.

Wer ein besonderes und individuelles Geschenk sucht, kann sich gerne an das Weblabor Marzhausen wenden.

Oktober 1, 2025

Kleine Materialkunde – welche Garne eignen sich zum Weben?

Wer mit dem Weben beginnt, steht oft vor der großen Frage: Welches Material nehme ich eigentlich wofür? Garn ist nicht gleich Garn – jede Faser bringt ihre eigenen Eigenschaften, Vorzüge und Herausforderungen mit sich. Damit der Einstieg leichter fällt, hier die am meisten verwendeten Materialien im Überblick.

Baumwolle – der Allrounder

  • Eigenschaften: glatt, fest, saugfähig, hautfreundlich.
  • Vorteile: unkompliziert, gut für Anfänger:innen geeignet, lässt sich leicht verarbeiten.
  • Typische Verwendung: Geschirrtücher, Tischläufer, leichte Kleidung.
  • Tipp: Baumwollgarne neigen nicht so leicht zum Verfilzen – ideal, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Wolle – warm und elastisch

  • Eigenschaften: wärmend, elastisch, kann filzen.
  • Vorteile: weicher Griff, sorgt für gemütliche Gewebe.
  • Typische Verwendung: Schals, Decken, Wohntextilien.
  • Tipp: Beim Spannen der Kette aufpassen – Wolle ist elastisch und zieht sich nach dem Abweben zusammen.

Leinen – kühl und edel

  • Eigenschaften: glatt, reißfest, kühl im Griff.
  • Vorteile: sehr strapazierfähig, lange haltbar.
  • Typische Verwendung: Tischwäsche, Sommerkleidung, Wandbehänge.
  • Tipp: Leinen ist weniger elastisch – das erfordert Geduld beim Weben (insbesondere bei der Verwendung in der Kette), lohnt sich aber für langlebige Stücke.

Seide – fein und luxuriös

  • Eigenschaften: glänzend, geschmeidig, sehr reißfest.
  • Vorteile: edle Optik, wunderschönes Farbspiel.
  • Typische Verwendung: Schals, Accessoires, Festkleidung.
  • Tipp: Für Einsteiger:innen eher als Schussgarn nutzen, da Seide aufwendig in der Verarbeitung sein kann.

Moderne Fasern – nachhaltig & innovativ

Neben den klassischen Fasern gibt es heute spannende Alternativen:

  • Tencel (Lyocell): weich, atmungsaktiv, nachhaltig aus Holz gewonnen.
  • Bambus: seidig im Griff, antibakteriell.
  • Recyclinggarne: z. B. aus Baumwollresten oder PET-Flaschen – ressourcenschonend und kreativ.

Für den Einstieg ist Baumwolle oder ein Baumwollmix, wie zum Beispiel Nialin oder Cottolin oft die beste Wahl: robust, leicht zu handhaben und vielseitig einsetzbar. Wer schon etwas geübter ist, kann mit Wolle oder Leinen experimentieren. Seide und moderne Fasern sind perfekte Herausforderungen für alle, die Neues ausprobieren wollen.

Am Ende gilt: Das passende Material hängt vom Projekt ab. Ein Handtuch braucht andere Eigenschaften als ein Schal, und ein Wandbehang stellt andere Anforderungen als eine Decke. Das richtige Material ist der erste Schritt – den Rest bestimmst man selber mit Kreativität und experimentieren - man kann sich auch von dem ein oder anderen Material überraschen lassen. 

KONTAKT

Nele Knierim
‭0176 64171906‬
hallo@weblabor-marzhausen.de

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